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Warum wir das Virus schaffen werden – und nicht umgekehrt!

Überlebensstrategien des deutschen Mittelstands

 

Re-Starts, Re-Openings, Re-Covery-Campaings. Beim Öffnen von Tageszeitungen, Wirtschaftsmagazinen und LinkedIn erscheint vor fast jedem Wort jetzt ein „Re-“.

Es liegen Wochen des vollständigen Lockdowns hinter uns, jetzt fahren Wirtschaft und Gesellschaft vorsichtig wieder hoch. Doch gab es den totalen Stillstand im Mittelstand überhaupt? Eine Zeit, in der mittelständische Unternehmer nichts tun konnten? „Unternehmer kommt von unternehmen“ sagt Satellite Office-CEO Anita Gödiker. „Ich bin fest davon überzeugt, dass selbst die Unternehmer, die ihr Geschäft kurzfristig schließen mussten, im Hintergrund an Strategien und neuen Ideen gearbeitet haben um der Krise zu trotzen. Vielleicht sogar mehr als je zuvor.“ Auch der Vorstand der DZ-Bank, Uwe Berghaus, bestätigt in einem Interview mit dem Handelsblatt, „der Mittelstand zeigt sich kämpferisch und sucht nach alternativen Lösungen, um Umsätze zu sichern.“
   

 

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Stillstand im Mittelstand?

Die Förderbank KfW teilte jüngst mit, dass kleinen und mittleren Firmen im März durchschnittlich etwa 50% der Erlöse verloren gingen. Ergebnissen einer Befragung der DZ-Bank im April zufolge hat jedes fünfte Unternehmen Förderkredite beantragt, mehr als die Hälfte der Unternehmen haben Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Aber nur knapp jeder zehnte Mittelständler baut Stellen ab. Dennoch werden nach Einschätzung der DZ-Bank-Ökonomen viele Firmen wegen des Wirtschaftsabschwungs auf staatliche Unterstützung angewiesen sein, um nicht Insolvenz anmelden zu müssen. So zeigt die Befragung, dass sich besonders die Unternehmen aus Metall-, Maschinenbau- und Automobilindustrie sowie dem Dienstleistungsgewerbe große Sorgen machen. Lichtblicke gebe es im Baugewerbe und auch in der Chemie-, Pharma- und Kunststoffindustrie sehe es noch relativ gut aus. Fazit der Studie ist jedoch, dass die Corona-Pandemie den Mittelstand wie kaum eine Krise zuvor erwischt.

 

Eindrücke und Tendenzen erkennen und in die Überlebensstrategie übersetzen

„Die Lage ist ernst aber nicht hoffnungslos“ so Anita Gödiker. „Da es alle Unternehmen trifft, können wir nur eines: Ärmel hochkrempeln, Sinne schärfen, Eindrücke und Tendenzen täglich in die Überlebensstrategie des Unternehmens übersetzen und schnell umsetzen. “So hat es die Unternehmerin vom ersten Tag der Krise an selbst umgesetzt und ist bisher - ohne ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken zu müssen – ganz gut durch die schwierigen Wochen gekommen. „Mich könnte die Verzweiflung packen, wenn ich durch die leeren Workspaces in Düsseldorf, Berlin und Frankfurt gehe“, sagte die Unternehmerin in einem Gespräch mit dem Handelsblatt im April. Sofort startete sie eine Kundenabfrage, um direkt bei ihren Workspace-Kunden zu erfahren, wo der Schuh drückt. „Was müssen wir tun, damit Sie schnell zurückkommen?“  war die Frage. Über ein Drittel gab an, dass die Hygienemaßnahmen für eine schnelle Rückkehr wichtig seien. Nachdem die Hygiene in den Workspaces schon gleich zu Beginn der Krise um ein Vielfältiges erhöht wurde, packte die Unternehmerin direkt an: Wir haben das Berliner Modell, nämlich, dass sich jeder, der sich in unseren Räumen befindet, anmelden und in eine Liste eintragen muss, als eines der ersten Unternehmen sofort deutschlandweit umgesetzt. Die Rezeptionen wurden in allen Workspaces quasi über Nacht mit gläsernen Schutzwänden ausgestattet. Auch wurden überall noch größere Abstände zwischen den Schreibtischen und Sitzgruppen eingerichtet. Mit der Bitte an alle Kunden, eine Maske in den Gängen und an den Gemeinschaftsplätzen der Center zu tragen, polarisierte die Unternehmerin zunächst stark und musste sich einigen ernsten Diskussionen stellen. Doch – typisch Anita Gödiker – konnte sie am Ende alle mit Charme und Überzeugungskraft dazu bewegen, das Tragen der Masken akribisch einzuhalten. „Der Lockdown war in dieser Hinsicht vergleichsweise einfach. In einem leeren Center kann sich keiner anstecken. Jetzt kommt es auf uns alle an, wir müssen die staatlich verordneten Hygieneregeln umsetzen und einhalten“, appellierte Anita Gödiker. Insgesamt war und ist die Nähe und der ständige Austausch mit den Mietern der Workspaces Kern ihrer Überlebensstrategie. Fast tägliche Newsletter, BLOGs, Social Media Posts und persönliche Emails laden zum direkten Austausch ein.

 

Intensive Kundenkontakte sind unter den TOP 4 Überlebensstrategien

 

So auch das Umfrageergebnis der Plattform „Lobby der Mitte“. Als ein wichtiges Kriterium zur Bewältigung der Krise bezeichneten die Befragten den „aktiven Kundenkontakt mit Telefon, Video-Gesprächen, Web-Kommunikationen und Online-Angeboten“. Außerdem gaben Mittelständler in dieser Umfrage an, dass das Entwickeln situationsgerechter Innovationen sowie die Kostenreduktion und Kurzarbeit zu den wichtigsten Überlebens-Strategien gehören.

Für den gesamten Mittelstand sahen die Befragten von „Lobby der Mitte“ drei strategische Schwerpunkte:

1. Nachhaltigkeit im Sinne der Regionalität, Kreislaufdenken und Umwelttechnik

2. Mut zur Veränderung

3. Neue Produkte und Leistungen innovativ und kreativ erarbeiten.

Fazit der „Lobby der Mitte“- Befragung ist: „Den meisten geht es mittelmäßig gut“

 

„Den meisten geht es mittelmäßig gut

Wie geht es Ihnen, liebe BLOG-Leser? Was tun Sie in ihrem Unternehmen um der Krise zu trotzen? Re-covern Sie? Re-starten Sie oder machen Sie Ihr Geschäft gerade wieder auf? Wir freuen uns auf jeden Beitrag von Ihnen: management@satelliteoffice.de.

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